Einkauf weltweit: Was wir von anderen Nationen lernen können

Im Laufe meiner 25-jährigen Laufbahn im internationalen Einkauf konnte ich die entsprechenden Gepflogenheiten und Praktiken verschiedenster Länder in all ihren Facetten kennenlernen. Und stelle bis heute fest: von der Kommunikation und Verhandlung über die generelle Arbeitsweise bis hin zur zugrunde liegenden Mentalität gibt es von Kontinent zu Kontinent und von Land zu Land teilweise große Unterschiede. Und eine wesentliche Gemeinsamkeit.

Jede erfolgreiche Einkaufsstrategie fußt auf der Kenntnis der wichtigsten internationalen Beschaffungs- und Absatzmärkte und nicht zuletzt ist das Verständnis der lokalen Gegebenheiten ein Schlüssel zu internationalen Wachstumspotenzialen. Eine Weisheit, die für mittelständische Unternehmen, große Konzerne und Regierungen gleichermaßen gilt.

Meine Reise durch die Einkaufsabteilungen der Automobilindustrie führte mich innerhalb eines Jahres rund um den Globus. China, Mexiko, Polen, USA, Deutschland, Österreich, Rumänien – andere Länder, andere Sitten? In meinem neuen Buch „Der Einkauf im Wandel: Innovativ und krisenfest die Zukunft gestalten“ zeige ich unter anderem auf, wie sich die Einkaufspraxis in den unterschiedlichen Ländern voneinander unterscheidet, und, dass sich inmitten all dieser Unterschiede eine gemeinsame Konstante herauskristallisiert. Denn es kündigt sich ein Strukturwandel an, der auf dem Bewusstsein basiert, dass das Preisdrücken als alleiniges Allheilmittel ausgedient hat.

In diesem Rahmen gehe ich spannenden Fragen auf den Grund. Was können wir von wem lernen? Worauf sollte man bei der Suche nach neuen Beschaffungsquellen achten? Welche Risiken bestehen? Welche Konsequenzen hat das am 1. Januar 2023 in Kraft getretene Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz? Wie können geänderte Beschaffungsstrategien die Abhängigkeit von globalen Märkten abfedern?

Der Werkseinkauf in Polen. Teamgeist. Arbeitsmoral. Feierabend!

Heute verschlägt es mich nach Polen. Eine sportliche Shuttlebus-Fahrt vom Dresdner Flughafen über die polnische Grenze. Abenteuerliche Straßen. Graue Häuser. Der Geruch von Braunkohle in der Luft. Dann schließlich die Ankunft im herrschaftlichen Hotel Schloss Wernersdorf und im schönsten Seminarraum, in dem ich je ein Training abgehalten habe.

Meine heutigen Teilnehmer stammen aus dem klassischen, auf engstem Raum arbeitenden Werkseinkauf unter strenger Führung und die Schwerpunkte des Trainings liegen auf interkultureller Zusammenarbeit – insbesondere mit Zulieferunternehmen – sowie strukturellen Verbesserungen der Arbeitsprozesse. Es herrscht Frauenpower im polnischen Einkauf und so bin ich überwiegend von wissbegierigen, studierten und taffen Einkäuferinnen umgeben, die perfekt Englisch und überwiegend sehr gut Deutsch sprechen. Während sich eine sehr hohe Arbeitsmoral mit einem unglaublichen Teamgeist und Zusammenhalt in der Gruppe verbindet, so werden jedoch zwei Dinge ganz klar voneinander getrennt: Arbeit und Privatleben. Von 9:00 bis 17:00 Uhr wird hart gearbeitet, doch danach steht ohne Wenn und Aber die Familie im Mittelpunkt.

Die aus Solidarität, Arbeitsmoral und Work-Life-Balance bestehende Basis des polnischen Einkaufs zeigt deutlich: Der internationale Einkauf bietet große Chancen, voneinander zu lernen.

Habe ich ihr Interesse für den internationalen Einkauf ist geweckt? Gibt es ein Land, dessen Einkaufspraktiken Sie besonders beeindrucken? Dann freue ich mich über Ihre Erfahrungen, die Sie mir gern auf LinkedIn zusenden können. Viele weitere Details zum Thema erhalten Sie in meinem neuen Buch „Der Einkauf im Wandel: Innovativ und krisenfest die Zukunft gestalten“. Und selbstverständlich habe ich in einem kostenlosen Termin jederzeit ein offenes Ohr für Sie!

Mehr zu diesem und anderen Themen für zukunftssichere Strategien im Einkauf gibt es auch zum Nachhören in meinem Podcast.


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Whitepaper-Inhalte:

  • Digitalisierung im Einkauf hat höchste Priorität
  • Der Mensch in der Digitalisierung
  • Kernfragen der Digitalisierung
  • Arbeitsblatt: "Vorarbeit zur Digitalisierung"
  • Realitätscheck: Alles nur Wunschdenken
  • Einen fehlerhaften Prozess digitalisieren
  • Wozu überhaupt digitalisieren?
  • Künstliche Intelligenz – Strohfeuer oder Dauerbrenner?